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Zu einem perfekten Heimkino gehört neben dem guten Ton selbstverständlich auch ein gutes Bild. Herkömmliche Fernseher
liefern für echte Kino-Atmosphäre ein viel zu kleines Bild. Großbild-Rückprojektionsfernseher helfen da zwar schon weiter,
sind aber viel zu stark lichtbündelnd, so dass man auf der Achse ein blendend helles, drumherum dagegen ein viel zu dunkles
Bild erhält. Die jüngst auf den Markt drängenden Plasma- und TFT-Flachbildschirme sind in ihrer Entwicklung noch sehr jung und
bieten nur begrenzte Farbtiefe; daneben gelten die Plasma-Displays bislang als nicht sehr langlebig und sind darüber hinaus
bislang noch sehr teuer.
Wir empfehlen als Bildquelle für ein Heimkino Videoprojektoren, die das Bild auf eine weiße Wand oder eine Leinwand werfen. So lassen sich Bildbreiten in der Praxis zwischen 1,5 und 3 m realisieren. Videoprojektoren verlangen meist eine gute Abdunklung des Raumes, liefern dann aber präzise, scharfe Großbilder. Derzeit sind vier verschiedene Technologien im Projektorbereich verbreitet:
Hier wird das Licht einer hellen Lampe durch ein Dia-ähnliches Panel geschickt, auf dem Schichttransistoren das Bild
erzeugen; meistens setzt man drei separate Panel ein, bei denen je ein Panel für die Grundfarben
Rot, Grün und Blau verantwortlich ist. LCD-Geräte gibt es mit hoher Auflösung zu relativ günstigen Preisen. Nachteile
liegen in der groberen Rasterstruktur, der Staubanfälligkeit und den schlechten Schwarzwerten. Außerdem neigen die
UV-empfindlichen Panels mit der Zeit zu Helligkeits- und Farbverlusten.
Die DLP-Technik benutzt einen DMD-Chip (DMD= Digital Mirror Device), der auf seiner Rückseite mehrere 100.000
Mikrospiegel besitzt. Der Chip kann jeden dieser Spiegel um 7° bis 12° wegklappen. So baut der Chip auf den Spiegeln das Bild auf.
Das Licht einer starken Lampe wird auf den Chip geworfen; das reflektierte Licht verlässt über die Optik den Projektor.
Die Farben Rot, Grün und Blau werden bei den gängigen 1-Chip DLP-Projektoren hintereinander erzeugt. Dazu sitzt ein Farbrad
zwischen Lampe und DMD-Chip, der nacheinander die drei Grundfarben auf das Spiegel-Array wirft.
DLP-Projektoren haben wesentlich bessere Schwarzwerte als LCD-Projektoren und sind weniger staubanfällig. Z.T. wird der sequentielle Farbaufbau aber sichtbar (von Person zu Person unterschiedlich empfunden); man bezeichnet diese Auswirkung als Regenbogeneffekt. Im Betrieb mit PCs, etwa den heimkinooptimierten HTPCs zeigen DLP-Projektoren beste Ergebnisse. Die im Betrieb mit Stand-Alone-DVD-Spielern benötigten eingebauten Scaler sind dagegen häufig nur mittelmäßig ausgelegt und verursachen Qualitätsunterschiede in Schärfe, und Bildruhe. Neuerdings kommen hier aber auch sehr gute, filmoptimierte Scaler u.a. von Silicon Image, Pixelworks oder Faroudja zum Einsatz, die ruckelfreie Filmwiedergabe ermöglichen.
Die D-ILA oder auch LCOS-Technologie verknüpft die Vorteile von LCD und DLP. Alle D-ILAs sind als drei-Chip-Geräte gebaut,
kennen also keinen sequentiellen Farbaufbau und damit keinen Regenbogeneffekt. Das Panel besteht aus einer reflektierenden LCD-Schicht,
bei der die Ansteuerelemente hinter dem Panel (und nicht auf dem Panel wie beim LCD) sitzen. Damit ist kaum Raster sichtbar und keine
Kühlung der bilderzeugenden Schicht notwendig.
JVC hat die LCOS-Technologie unter dem Namen D-ILA verfeinert und bieten neben mehreren lichtstarken und hochauflösenden Profigeräten auch heimkinotaugliche Geräte an.
Die Röhrenprojektoren stellen immer noch das beste der verfügbarene Systeme dar. In Punkto Schwarzwert, Schärfe,
Flexibilität und Dreidimensionalität sind Röhrengeräte allen anderen Systemen überlegen. Allerdings schrecken die
enormen Abmessungen der Röhrenprojektoren häufig den Heimkinobetreiber ab: Während LCD- und DLP-Projektoren häufig
DIN-A 4 Ausmaße haben und unter 4 kg wiegen, können Röhrenbeamer bis zu einem Meter lang werden und wiegen meist
zwischen 40 und 90 kg.
Ein Röhrenbeamer funktioniert im Prinzip wie drei einzelne Fernseher in den Grundfarben Rot, Grün und Blau mit extrem hoher Leistung und Lupenlinsen vor den Bildschirmen. Sie haben eine dementsprechend hohe Lebensdauer, haben meist recht leise oder z.T. gar keine Lüfter und können durch anamorphes Material, Progressive Scan oder Linedoubler/tripler/quadrupler weitere dramatische Qualitätssteigerungen erleben. Röhrenprojektoren sind aufgrund des enormen Materialeinsatzes sehr teuer. Meist werden hochwertige CRT-Beamer von Unternehmen und Behörden professionell eingesetzt und nach wenigen Jahren günstig abgestoßen. Wir kaufen solche Projektoren auf und können sie dann zu interessanten Preisen anbieten. Die hohe Lebensdauer von Röhrenbeamern macht Gebrauchtgeräte hier sehr attraktiv. |
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